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Schwerbehindertenausweis

Der Schwerbehindertenausweis gilt bundesweit als einheitlicher Nachweis über die Schwerbehinderung einer Person. Auf Antrag wird der Ausweis durch das Versorgungsamt ausgestellt. Voraussetzung ist ein Grad der Behinderung von mindestens 50. Für die Gestaltung und die inhaltlichen Merkmale die das Papier aufweist, ist die Schwerbehindertenausweisverordnung (SchwbAwV) verantwortlich. Die Grundfarbe des Schwerbehindertenausweises ist grün und weist im Bedarfsfall eine orangefarbene Fläche auf.

Behindertenausweis und Nachteilsausgleich

Dieser Flächendruck kommt dann zum Einsatz wenn es sich bei der Behinderung um Gehörlosigkeit (GI), Blindheit (BI), Hilflosigkeit im Sinne des Einkommensteuergesetzes (H), oder eine außergewöhnliche Gehbehinderung (aG) handelt. Auch die Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson in öffentlichen Verkehrsmitteln (B) oder erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr (G) führen zum farbig abgesetzten Flächendruck.

Solch ein Ausweis erlaubt seinen Besitzern die unentgeltliche Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Je nach aufgeführtem Zeichen sind hierfür ein zusätzliches Beiblatt, sowie eine teils kostenpflichtige Wertmarke von Nöten. Bundesweit wird der Ausweis in Papierform und einer DIN A5 Größe ausgestellt. Ein Passbild ist ab einem Alter von 10 Jahren Pflichtbestandteil der Bescheinigung.

Die besonderen Vorteile die Behinderte dadurch erhalten dienen als Nachteilsausgleich und sind gesetzlich geregelt. So können Personen mit ausgestelltem Schwerbehindertenausweis von einigen Begünstigungen profitieren. Neben gesonderten Besteuerungsrechten, bringt die bescheinigte Schwerbehinderung speziellen Schutz und Förderungen im Arbeitsleben. Somit ist es dem Arbeitgeber nicht gestattet Personen mit Schwerbehindertenausweis, ohne die Zustimmung des Integrationsamtes, eine wirksame Kündigung auszusprechen.

Des Weiteren besteht Anspruch auf Zusatzurlaub, der in der Regel auf fünf Tage im Kalenderjahr festgelegt wird. Auch eine behinderungsgerechte Beschäftigung kann im Bedarfsfall eingefordert werden. Unter Erfüllung festgelegter Kriterien, steht außerdem oftmals die Verkürzung des Rentenalters zur Option. Prinzipiell ist der Schwerbehindertenausweis als Nachweis gegenüber etwaigen Behörden wie auch dem Arbeitgeber zu sehen. Die Laufzeit nach Bescheinigung ist abhängig von den Bundesländern, in der Regel besitzt der Ausweis aber eine fünfjährige Gültigkeit und ist im Anschluss zu erneuern.

Übersicht - Grad der Behinderung